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    Ausbildung vs. Studium: Was lohnt sich mehr?

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    Ausbildung oder Studium? Wussten Sie, dass eine berufliche Ausbildung für Ihr Kind lukrativer sein kann als ein jahrelanges Studium?

    So ist bereits die Hürde, einen Ausbildungsplatz zu ergattern niedriger als bei einem Studienplatz. Während für einen Ausbildungsplatz die Mittlere Reife Voraussetzung ist, wird man zum Studium nur mit Abitur zugelassen. Wenn man überhaupt zugelassen wird – denn die Anzahl der Studienplatzbewerber ist weitaus höher als die Kapazitäten der Hochschulen. Für viele Studiengänge ist deshalb ein überdurchschnittlicher Numerus Clausus erforderlich. Wer diesen nicht aufweisen kann, muss mit einigen Wartesemestern rechnen. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz steht hingegen ausgesprochen gut.

    Der Einstieg mit der Mittleren Reife erfolgt nicht nur zwei bis drei Jahre früher, auch die Ausbildungsdauer ist kürzer als bei einem Studium. So dauern Bachelor- und Masterstudium zusammengenommen fünf Jahre. Allerdings wird die Regelstudienzeit gerne überschritten. Im Gegensatz dazu dauert eine Ausbildung in der Regel drei Jahre. Unter Umständen kann sie sogar auf zwei Jahre verkürzt werden. Die Frage Ausbildung oder Studium ist also auch eine Zeitfrage.

    Der finanzielle Vorteil einer beruflichen Ausbildung

    Während Azubis meist bereits mit 16 Jahren ihr eigenes Geld verdienen, erhalten Akademiker ihren ersten Gehaltscheck frühestens mit Mitte 20 und müssen davon eventuell noch Studienkredite abbezahlen. Zwar sind die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen durchschnittlich höher als nach einer beruflichen Ausbildung, doch werden Azubis von Beginn an vergütet. Dabei muss die Ausbildungsvergütung mindestens einmal jährlich angehoben werden. So groß ist die tatsächliche Differenz deshalb gar nicht!

    Mit den richtigen Weiterbildungsmaßnahmen steht man außerdem schnell auf Augenhöhe mit Hochschulabsolventen. Beispielsweise entspricht die Qualifizierung zum Fachwirt einem Bachelorabschluss, der Betriebswirt gleicht sogar Master-Niveau. Hinzu kommt, dass der Bedarf an Fachkräften mit Berufsabschluss kontinuierlich ansteigt. Ein Berufsabschluss bringt eine hohe Arbeitsplatzsicherheit mit sich, das Risiko der Erwerbslosigkeit ist äußerst gering. Mit einem Studienabschluss ist das nicht immer der Fall. Durch die zunehmende Akademisierung ist besonders der Arbeitsmarkt für Geistes- und Sozialwissenschaftler übersättigt.