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IHK-Azubiumfrage: Ausbildungsunternehmen überzeugen

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4.000 Azubis im 1. Ausbildungsjahr aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen nahmen an der jährlichen Azubiumfrage der ostdeutschen IHKs teil.

Insgesamt 76 Prozent der Auszubildenden in IHK-Berufen erlernen nach eigener Aussage ihren Wunschberuf. Für die IHKs ein klarer Erfolg und Ansporn, 2022 noch mehr Lehrstellensuchende für eine Ausbildung in der Wirtschaft zu begeistern.

Was hat die Azubis bei der Berufswahl beeinflusst?

Ausbildungsmessen, Praktika, Medien, Familie und Freunde, Kontakte mit der Arbeitsagentur und der IHK – all das waren auch für die 2021 befragten Lehrlinge wichtige Einflüsse während der Berufsorientierung.

Mit Praktika den passenden Lehrberuf gefunden

Praktika vor Ausbildungsbeginn sind laut Azubiumfrage 2021 am hilfreichsten gewesen, um den passenden Lehrberuf zu finden. So halfen Betriebspraktika 56% der jungen Erwachsenen. Vom Schülercollege bis hin zur Vermittlung von Praktikumsplätzen - Die IHKs bieten zahlreiche Formate zur Unterstützung an.

Eltern, Freunde und Social Media helfen bei der Berufswahl

Der Freundeskreis aber vor allem die Eltern spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl. Auch eigene Online-Recherchen greifen immer stärker in den Entscheidungsprozess der jungen Erwachsenen ein. 38% der Befragten nutzten Social Media und recherchierten online. Unternehmen müssen sich im Klaren sein: Wer im Netz nicht sichtbar ist, wird nicht gefunden.

Ausbildungsbetriebe überzeugen

85% der Lehrlinge würden Ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 8% mehr. Angesichts der Corona-Einschränkungen, unter denen dieser Jahrgang in die Ausbildung gestartet ist, ist das besonders positiv zu bewerten.

91% aller Jugendlichen schätzen besonders das gute Betriebsklima, das gute Verhältnis zum Ausbildenden sowie das positive Image des Betriebes. Gut Dreiviertel der Jugendlichen bescheinigen ihrem Betrieb die Zahlung einer hohen Ausbildungsvergütung sowie Karriere- und Aufstiegschancen.

Ausbildung auch während Corona

Auch wenn Ausbildungsbetriebe und Auszubildende des Jahres 2020/2021 bereits von Beginn mit erheblichen Beschränkungen durch Corona konfrontiert waren, so bestätigen doch 83% der Azubis, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterläuft. Immerhin 12 % teilten mit, dass ihre Ausbildung zeitweise im Homeoffice bzw. mobilen Arbeiten stattfindet.

Wie finden Azubis Ihre Ausbildungsplätze?

Ihren jetzigen Ausbildungsbetrieb finden Jugendliche immer noch am häufigsten durch Eltern, Verwandte (38%) sowie Freunde und Bekannte (26 %). Aber auch die Internetseiten der Betriebe (28 %) geben Ausbildungssuchenden entscheidende Hinweise. Einem Viertel der Jugendlichen halfen Gespräche mit den Vertretern der Agentur für Arbeit, aber auch Praktika und Ferienjobs.

Überzeugende Gründe für eine Ausbildung

Fast alle Jugendlichen (95 %) haben sich für eine Ausbildung entschieden, weil ihnen der Bezug zur Praxis wichtig ist (95 %) und ihre Aufgaben ihren beruflichen Interessen entsprechen (94 %). Aber auch der schnelle Einstieg in den Beruf sowie Übernahme- und Karrierechancen sind für ca. 90 % der Azubis entscheidende Kriterien. Sofort eine Vergütung bzw. ein Gehalt zu bekommen, war zumindest für 84 % der Jugendlichen ein wichtiges Kriterium.

Ausbildung in der Heimat

Ausbildungsinteressierte finden fast immer das passende Angebot in der Heimat, d.h. im eigenen Bundesland und in der Nähe zum Wohnort. Nicht einmal jeder fünfte Auszubildende hat für die Aufnahme der Berufsausbildung den Wohnort gewechselt. Damit ist der überregionale Saldo an Wanderungen im Vergleich zu den Vorjahren weiter zurückgegangen. Dies spricht für gutes Ausbildungsmarketing und die Attraktivität der regionalen Ausbildungsangebote der Betriebe.