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    Klischeefrei zum Traumberuf: Was wir vom Girls´Day und Boys´Day lernen

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    Bereits seit 2001 gibt es den Girls´Day. Zehn Jahre später wurde das Pendant für die Jungen, der Boys´ Day ins Leben gerufen. Jährlich finden seitdem die Zukunftstage im Frühjahr statt, bei denen Mädchen und Jungen in für sie eher untypische Berufe schnuppern. Was Sie aus den Tagen für Ihr Kind ableiten können, haben wir Ihnen zusammengetragen.

    Beim Girls´Day haben in den letzten 19 Jahren insgesamt etwa 1,9 Millionen Mädchen teilgenommen. Jährlich werden rund 10.000 Veranstaltungen von Unternehmen und Organisationen extra für die weibliche Zielgruppe umgesetzt. Beim Boys´Day haben seit 2011 fast 290.000 Jungen an mehr als 52.000 Angeboten teilgenommen.

    Das Ziel: Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees

    Wieso sollte Ihre Tochter keineexzellente Mechatronikerin sein oder Ihr Sohn kein emphatischer Lehrer? Ziel der beiden Initiativen ist es, Jungen und Mädchen für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees zu sensibilisieren. Sowohl Jungen als auch Mädchen haben vielfältige Interessen und Stärken. Dies zeigt sich in individuellen AGs und Hobbys. Hierbei sind Kinder und Jugendliche oft noch ziemlich frei von Geschlechterrollen: Mädchen gehen selbstverständlich zum Ringertraining, während Jungen in der Theater-AG die große Bühne erproben. Typische Geschlechterrollen und ein entsprechendes Verhalten werden immer mehr aufgelöst. In der Berufswelt scheint dieser Trend hingegen noch nicht angekommen zu sein. Geht es nämlich um die Berufswahl, entscheiden sich die angehenden Auszubildenden oft für typisch männlich oder eben typisch weibliche Berufe.

    Es gilt daher diese gesellschaftlichen Konventionen aufzubrechen. Hierfür zeigen der Girls- und Boys´Day Alternativen. Es soll ein Einblick in Berufsfelder und Studiengänge ermöglicht werden, die sonst eher nicht von den Kindern in Betracht gezogen werden. Jungen schnuppern in „Frauenberufe“, während Mädchen typische „Männerberufe“ testen. Auf diese Weise erweitern Schüler und Schülerinnen ab der fünften Klasse ihren Horizont.

    So profitiert Ihre Tochter vom Girls´Day

    Mädchen lernen beim Girls'Day Berufe kennen, in denen bisher meist Männer arbeiten. Hierfür öffnen Unternehmen, Betriebe, Hochschulen und Forschungszentren aus Technik, Handwerk, Naturwissenschaft, Industrie oder IT ihre Türen. Das Spektrum reicht von handwerklichen Berufen wie Tischlerin bis zu Studiengängen wie Informatikerin oder Industriemechanikerin. Hier sind junge Frauen sehr gefragt. An diesem Tag erproben Mädchen ihre Fähigkeiten praktisch, knüpfen wichtige Kontakte und lernen Frauen in handwerklichen und technischen Berufen kennen.

    Hinweis: Weitere Informationen finden Sie hier. Eine Vielzahl an Erfahrungsberichten sowie Unternehmens- und Berufsvorstellungen gibt es hier

    So profitiert Ihr Sohn vom Boys´Day

    Gute Noten sind nicht alles. Vielleicht überzeugt Ihr Sohn ja mit anderen Schlüsselkompetenzen wie Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit? Dann ist er in einem Beruf aus dem Bereich Gesundheit, Pflege oder Erziehung gut aufgehoben. In Kitas, Grundschulen oder Verwaltungsberufen werden männliche Fachkräfte und Bezugspersonen gesucht! Auch im Dienstleistungsbereich sind Männer bisher unterrepräsentiert.

    Neben der Erkundung verschiedener Berufe kann Ihr Sohn beim Boys'Day auch an pädagogischen Workshops teilnehmen. Hier werden männliche Rollenbilder hinterfragt und Berufs- sowie Lebensplanung und eine Vielfalt an Lebensentwürfen vorgestellt. Außerdem trainieren die Teilnehmer ihre sozialen Kompetenzen und stärken ihre Team- und Konfliktfähigkeit.

    Hinweis: Weitere Informationen, Erfahrungsberichten sowie Unternehmens- und Berufsvorstellungen finden Sie hier.

    So unterstützen Sie Ihr Kind bei der Berufsfindung

    Was können Sie als Eltern nun aus dem Girls- und Boys´Day für Ihr Kind herausziehen? Sie unterstützen Ihr Kind bei der Berufswahl und Lehrstellensuche. Zeigen Sie ihm eine möglichst breite Palette an beruflichen Möglichkeiten – und das jenseits gängiger Geschlechterrollen. Indem das Berufswahlspektrum sich erweitert, wachsen auch die Orientierungsmöglichkeiten Ihres Kindes. Unternehmen suchen qualifizierten Nachwuchs. Nutzen Sie den Fachkräftemangel und diskutieren Sie mit Ihrem Kind über seine vielfältigen Interessen und Potenziale. Und fördern Sie die individuellen Talente Ihres Kindes.

    Sie kennen die Stärken und Begabungen Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes am besten. Bestärken Sie Ihr Kind dabei, einen Ausbildungsberuf bei einem Praktika zu testen. Dies stärkt das Selbstvertrauen und sichert die Entscheidung für eine bestimmte Ausbildung. Der Girls- und Boys´Day sind dabei ein möglicher Baustein unter vielen Angeboten in der Berufswahlorientierung.

    Bleiben Sie offen für Neues. Denn Ihr Kind sollte einen Beruf wählen, den es toll findet.