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Mindestausbildungsvergütung ab dem 1. Januar 2022

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In Deutschland gibt es für Azubis einen gesetzlich geregelten Mindestlohn. Für alle neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge erhöht sich ab 2022 die Mindestausbildungsvergütung.

Die Mindestausbildungsvergütung erhöht sich ab 2022

So wie es einen allgemein gesetzlichen Mindestlohn ist in Deutschland gibt, ist auch für Azubis ein Mindestlohn festgelegt. Seit 2020 erhält jeder Azubi demnach mindestens 550 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr. Für alle neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge erhöht sich ab 2022 die Mindestausbildungsvergütung.

Dennoch fallen die Ausbildungslöhne sehr unterschiedlich aus. Viele IHK-Ausbildungsbetriebe zahlen ihren Azubis höhere Löhne als die Mindestausbildungsvergütung. Die Hintergründe zur Festlegung der Vergütung sind oft komplex und hängen mit unternehmensinternen Vorgaben oder Tarifzugehörigkeiten zusammen.

Der Mindestlohn für Auszubildende ab 2022

Arbeitgeber, die keinem Tarifvertrag unterliegen, sind seit dem 1. Januar 2020 verpflichtet, ihren Auszubildenden einen Mindestlohn zu zahlen. Dieser erhöht sich jährlich zu jedem Ausbildungsbeginn. Jeder Azubi, der 2022 eine Berufsausbildung beginnt, bekommt nun mindestens 585 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr. Das Berufsbildungsgesetz legt im § 17 die genaue Höhe der Beträge bis zum Jahr 2023 fest. Danach erfolgt im Jahr 2023 eine weitere Erhöhung der Mindestausbildungsvergütung. Sie steigt für neu abgeschlossene Berufsausbildungsverträge ab 1. Januar 2023 auf 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr.

Wer seine Ausbildung begonnen hat und fortführt, steigert seinen Ausbildungslohn mit jedem Jahr. Die Mindestausbildungsvergütung beträgt für alle neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge im Jahr 2022 649 Euro für das zweite Lehrjahr. Das sind 41,30 Euro mehr im Monat als noch im Jahr 2021. Im Jahr 2023 erhalten Ausbildungsstartende bei Fortführung der Ausbildung dann mindestens 731,60 Euro im zweiten Lehrjahr monatlich. Im dritten Lehrjahr werden Auszubildende, die 2022 ihre Ausbildung starten, mindestens 789,75 Euro erhalten. Der Betrag erhöht sich für Ausbildungsbeginnende im Jahr 2023 auf 837 Euro.

Sie haben Fragen dazu? Ausführliche Informationen erhalten Sie  von Ihrem persönlichen IHK-Betreuer.

Die zukünftige Entwicklung der Mindestausbildungsvergütung ab 2024

Ab 2024 soll die Azubi-Mindestvergütung dann automatisch entsprechend der durchschnittlichen Entwicklung der vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen angepasst werden.

Tipp: Über alle Entwicklungen werden wir Sie dazu  hier zeitnah informieren.