IHK-Finder

    Finden Sie Ihren Ansprechpartner zur Ausbildung und Weiterbildung und konkrete Angebote für ihre Region.

    Richtig bewerben Teil 5: Der Knigge für das Bewerbungsgespräch

    Macht-eure-Kinder-starkhttps://www.macht-eure-kinder-stark.de/fileadmin/templates/template/img/logo.svg

    Unpünktlich, gestresst und ungekämmt: Das sind schlechte Voraussetzungen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch. Wie Ihr Kind es besser macht, verraten wir Ihnen in unserer Checkliste.

    Ihr Kind hat sich bereits auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet, mögliche Fragen des Unternehmens gedanklich durchgespielt und sich die Fakten zum Ausbildungsunternehmen angeschaut? Sehr gut. Dann ist es fast geschafft: Jetzt nur noch die Kleidung zurechtlegen und es kann losgehen. Mit unserer kurzen Checkliste, überzeugt Ihr Kind auch im Gespräch.

    Optimaler Start ins Vorstellungsgespräch

    Hierauf sollte Ihr Kind achten:

    • Pünktlichkeit: Ihr Kind sollte ca. 15 Minuten vor dem Gespräch dort sein. Eine längere Wartezeit ist unnötig, denn es baut mehr Stress auf. Außerdem hat der Personaler einen Zeitplan, den er einhalten will.  
    • Begrüßung: Alle Ansprechpartner begrüßen. Dabei ist ein fester Händedruck wichtig, denn er zeigt Selbstbewusstsein und Stärke.
    • Getränke: Oft werden Getränke angeboten. Ihr Kind sollte das Angebot annehmen, so hat es im Laufe des Gesprächs Abhilfe bei einem trockenen Mund.
    • Offenheit: Offen sagen, dass man aufgeregt ist. Erklären, dass die Aufregung kommt, da viel vom Erfolg des Gesprächs abhängt.
    • Nicht herumhampeln oder kippeln: Auf eine ruhige, möglichst ausgeglichene Körperhaltung achten. •    Freundlich und aufmerksam sein und auf Fragen eingehen.
    • Angemessene Kleidung: Was bei der Kleiderwahl wichtig ist, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

    Hinweis: Sie als Eltern dürfen nicht mit ins Gespräch. Ihr Kind möchte ja selbstbewusst und unabhängig auftreten.

    Es gilt: Wer den Raum betritt, der grüßt zuerst. Erst nach der Aufforderung sollte sich Ihr Kind hinsetzen. Ihr Kind sollte sich dann den Stuhl in eine bequeme und gute Position hinstellen. So vermeidet es Kippeln. Während des Gesprächs ist neben den Antworten die Körperhaltung von großer Bedeutung.

    Ideal: Aufrecht sitzen, wachsam und aufmerksam dem Gespräch folgen und Blickkontakt halten. Fällt es Ihrem Kind schwer, Blickkontakt zu halten? Dann kann es seinem Gegenüber nicht direkt in die Augen, sondern auf den Punkt zwischen den Augenbrauen schauen. Sollte Ihr Kind eine Frage nicht verstehen, ist ein Nachfragen besser als ein Nichtbeantworten der Frage. Mit einem „Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie (...)?“ manövriert sich Ihr Kind geschickt aus der Situation und zeigt, dass es nach Lösungen sucht.

    Antwortvorschläge im Notfall

    • „Jetzt habe ich bei meiner Antwort aber ganz schön den Faden verloren!“
    • „Ich habe mich wirklich gründlich und auf viele Fragen vorbereitet, aber ausgerechnet mit dieser Frage habe ich nicht gerechnet!“ Ihr Kind sollte sich jedoch stets um eine Antwort bemühen -  oft will der Personaler nur den Problemlösungsweg Ihres Kindes sehen.

    Keinesfalls sollte Ihr Kind die Hände in die Hosentaschen stecken. Ein weiteres No-Go ist Kaugummi kauen. Der muss raus! Wer eher mit zappeligen Füßen zu kämpfen hat, sollte die Beine übereinander schlagen oder beide Füße fest auf den Boden stellen.

    Ein kleiner Trick aus der Verhaltenspsychologie: Oft wirkt es sympathisch, wenn kleine Gesten oder die Körperhaltung des Gegenübers nachgeahmt werden. So kann Ihr Kind unauffällig eine Verbindung zeigen, indem es auch die Beine übereinander schlägt oder andere Gesten imitiert.

    Ein guter Gesprächsausstieg

    Auch bei der Verabschiedung sollte Ihr Kind selbstbewusst und freundlich auftreten. Positiv wirkt, wenn sich Ihr Kind für das Gespräch und die Chance bedankt und sagt, dass ihm das Gespräch gefallen hat. Dann sollte Ihr Kind die Initiative ergreifen und deutlich machen, dass es hofft, seine Ausbildung in diesem Unternehmen zu machen.

    Wir wünschen Ihrem Kind ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch und alles Gute für seinen Start in die Ausbildung.