IHK-Finder

Finden Sie Ihren Ansprechpartner zur Ausbildung und Weiterbildung und konkrete Angebote für ihre Region.

Elternratgeber

Bewerben & Ausbildung starten

Wie bereite ich mein Kind auf die Bewerbung und den Ausbildungsbeginn vor?

Sind die Bewerbungsunterlagen Ihres Kindes vollständig und aussagekräftig? Ist Ihr Kind auf das Gespräch gut vorbereitet? Nehmen Sie sich die Zeit zur Vorbereitung und überprüfen Sie Anschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsbild. Für eine Online-Bewerbung ist zudem eine seriöse E-Mail-Adresse als Absender unerlässlich.

Wirkungsvolle Bewerbung: Anschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsfoto

Individuell, ausdrucksstark und vor allem auf das Unternehmen und die konkrete Lehrstelle ausgerichtet – das macht eine erfolgreiche Bewerbung aus. Wir haben die einzelnen Bestandteile der Bewerbungsunterlagen genauer betrachtet und zahlreiche Tipps und Hinweise zusammengetragen.

Ein überzeugendes Anschreiben

Natürlich wirbt Ihr Kind für sich. Für sich werben und zugleich die eigenen Fähigkeiten nicht unrealistisch übertreiben ist nur scheinbar ein Widerspruch. Ihr Kind meistert ihn, indem es seine Stärken nicht nur auflistet und beschreibt, sondern mit Beispielen belegt. Zum Beispiel lässt sich "Teamfähigkeit" im Anschreiben mit einer längeren Vereinstätigkeit begründen. Idealerweise stellt Ihr Kind die Stärken heraus, die für die konkrete Ausbildung nützlich sind. Andere Eigenschaften und Fähigkeiten zeigen sich in beigefügten Zeugnissen und Nachweisen.

Generell gilt: Um sich von anderen Bewerbern abzuheben, gibt es einige Dos und Don´ts für das Bewerbungsanschreiben. Details dazu und Antworten auf die Frage, was in ein Anschreiben gehört, können Sie in unserem Blog-Beitrag nachlesen: So gelingt ein überzeugendes Anschreiben

Ein übersichtlicher Lebenslauf

Er ist das Herzstück der Bewerbung, denn er gibt einen Überblick über den bisherigen Werdegang, die Fähigkeiten und somit die Eignung Ihres Kindes für die Lehrstelle. Wie das Anschreiben sollte sich auch der Lebenslauf an dem Ausbildungsplatz und Unternehmen orientieren. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten benötigt Ihr Kind für die Stelle? Letztlich können neben schulischen und bisherigen praktischen Erfahrungen, auch passende Sprachen, Soft Skills oder IT-Kenntnisse aufgelistet werden, so dass der künftige Ausbilder oder Chef schnell erkennen kann, dass Ihr Kind bestens für die freie Ausbildungsstelle geeignet ist.

Die Herausforderung: Das bisherige Leben muss auf ein oder zwei Blätter Papier! Wie ein überzeugender Lebenslauf für die Bewerbung um eine Lehrstelle gelingt, was unbedingt rein und was besser draußen bleiben sollte: Wir verraten es in unserem Blog-Beitrag: Mit einem übersichtlichen Lebenslauf punkten

Ein passendes Bewerbungsfoto

Sie kennen die Redensarten: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte" und "Für den ersten Eindruck gibt es meist keine zweite Chance". Was salopp klingt, ist insbesondere wichtig für die Bewerbung Ihres Kindes. Mit dem Foto kann sich Ihr Kind von vielen anderen Bewerbern abheben. Richtig gemacht, sorgt es für den schnellen positiver Eindruck beim Personalverantwortlichen, der ggf. in kurzer Zeit viele Unterlagen beurteilen muss.

Lesen Sie in unserem Blog-Beitrag, was genau Sie mit Ihrem Kind beim Bewerbungsbild beachten müssen: Das Bewerbungsbild

YouTube-Tipp: "LIKE A BOSS"

Die wichtigsten Tipps im Videoformat zur Bewerbung und dem Start in die Ausbildung können Sie im YouTube-Channel LIKE A BOSS entdecken.

Punkten im Bewerbungsgespräch

Ihr Kind sollte sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Dazu sollte es mögliche Fragen des Unternehmens gedanklich durchspielen und sich über das Ausbildungsunternehmen und idie Lehrstelle informieren.

Generelle Ratschläge für das Vorstellungsgespräch

Für ein erfolgreiches Gespräch hilft gute Vorbereitung. Ihr Kind sollte sich mit dem Beruf und dem potentiellen Arbeitgeber auseinandersetzen und sich mögliche Antworten auf typische Fragen zurechtlegen - z.B. "Was sind die größte Stärke und Schwäche?"; "Warum bewerben Sie sich bei uns?"; "Was haben Sie nach der Ausbildung vor?". Ihr Kind sollte sich auch eigene Fragen überlegen und im Gespräch stellen. Dennoch: Sie sollten Ihr Kind durchaus darin bestärken, das Vorstellungsgespräch nicht als "Quiz" zu verstehen. Schließlich soll es Ihrem kind und der Firma helfen, sich kennen zu lernen. Üben Sie mit Ihrem Kind, etwas über sich erzählen zu können - und nicht nur mit "ja" oder "nein" zu antworten. Das ist gut für den ersten Eindruck. Anspannung vor dem Bewerbungsgespräch ist völlig normal. Jeder Mensch geht anders damit um. Überlegen Sie mit Ihrem Kind, wie es mit dieser Nervosität und ggf. Unsicherheit umgehen und für den großen Auftritt einen kühlen Kopf bewahren kann.

Optimaler Start ins Vorstellungsgespräch

Hinweis: Sie als Eltern dürfen nicht mit ins Gespräch. Ihr Kind möchte ja selbstbewusst und unabhängig auftreten.

  • Pünktlichkeit: Ihr Kind sollte ca. 15 Minuten vor dem Gespräch dort sein. Eine längere Wartezeit ist unnötig, denn es baut mehr Stress auf. Außerdem hat der Personaler einen Zeitplan, den er einhalten will. 
  • Begrüßung: Alle Ansprechpartner begrüßen. Dabei ist ein fester Händedruck wichtig, denn er zeigt Selbstbewusstsein und Stärke.
  • Getränke: Oft werden Getränke angeboten. Ihr Kind sollte das Angebot annehmen, so hat es im Laufe des Gesprächs Abhilfe bei einem trockenen Mund.
  • Offenheit: Offen sagen, dass man aufgeregt ist. Erklären, dass die Aufregung kommt, da viel vom Erfolg des Gesprächs abhängt.
  • Nicht herumhampeln oder kippeln: Auf eine ruhige, möglichst ausgeglichene Körperhaltung achten. •    Freundlich und aufmerksam sein und auf Fragen eingehen.
  • Angemessene Kleidung: Dresscode, Unterschiede bei Branchen, usw (siehe oben im Text).

Es gilt: Wer den Raum betritt, der grüßt zuerst. Erst nach der Aufforderung sollte sich Ihr Kind hinsetzen. Ihr Kind sollte sich dann den Stuhl in eine bequeme und gute Position hinstellen. So vermeidet es Kippeln. Während des Gesprächs ist neben den Antworten die Körperhaltung von großer Bedeutung.

Ideal: Aufrecht sitzen, wachsam und aufmerksam dem Gespräch folgen und Blickkontakt halten. Fällt es Ihrem Kind schwer, Blickkontakt zu halten? Dann kann es seinem Gegenüber nicht direkt in die Augen, sondern auf den Punkt zwischen den Augenbrauen schauen. Sollte Ihr Kind eine Frage nicht verstehen, ist ein Nachfragen besser als ein Nichtbeantworten der Frage. Mit einem „Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie (...)?“ manövriert sich Ihr Kind geschickt aus der Situation und zeigt, dass es nach Lösungen sucht.

  • „Jetzt habe ich bei meiner Antwort aber ganz schön den Faden verloren!“
  • „Ich habe mich wirklich gründlich und auf viele Fragen vorbereitet, aber ausgerechnet mit dieser Frage habe ich nicht gerechnet!“ Ihr Kind sollte sich jedoch stets um eine Antwort bemühen -  oft will der Personaler nur den Problemlösungsweg Ihres Kindes sehen.

No-Gos

  • Keinesfalls sollte Ihr Kind die Hände in die Hosentaschen stecken
  • Ein weiteres No-Go ist Kaugummi kauen. Der muss raus!
  • Wer eher mit zappeligen Füßen zu kämpfen hat, sollte die Beine übereinander schlagen oder beide Füße fest auf den Boden stellen.

Was soll mein Kind zum Vorstellungsgespräch anziehen?

Kleider machen Leute. Aber welche Kleidung ist für das Vorstellungsgespräch die richtige? Und gibt es je nach Branche Unterschiede im Dresscode? Überlegen Sie sich rechtzeitig mit Ihrem Kind, was es anzieht. Auch vor dem Gespräch sollten Sie sich das Outfit gemeinsam nochmal genau ansehen, damit folgende Punkte den ersten Eindruck sichern:

  • Nicht zu viel Parfüm, Schminke oder Schmuck
  • Piercings sollte Ihr Kind ggf. rausnehmen
  • Kein Fleck und Defekt an der Kleidung
  • Keine legere Hosen und zerrissene oder abgenutzte Jeans
  • Keine Jogging-, Cargohosen und Pants

    Ausführliche Informationen zur Wahl der Kleidung für Ihre Tochter / Ihren Sohn sowie Do's & Dont's bieten die Blog-Beiträge  Der Dresscode beim Bewerbungsgespräch  und  Was bedeutet Business Casual für das Vorstellungsgespräch?

    Ein guter Gesprächsausstieg

    Auch bei der Verabschiedung sollte Ihr Kind selbstbewusst und freundlich auftreten. Positiv wirkt, wenn sich Ihr Kind für das Gespräch und die Chance bedankt und sagt, dass ihm das Gespräch gefallen hat. Dann sollte Ihr Kind die Initiative ergreifen und deutlich machen, dass es hofft, seine Ausbildung in diesem Unternehmen zu machen.

    Zum Weiterlesen: Fragen beim Vorstellungsgegespräch

    Welche Besonderheiten sind wegen "Corona" und beim Videocall zu beachten?

    "Corona" hat bisher geltende Verhaltensregeln nicht völlig außer Kraft gesetzt. Dennoch sollte sich Ihr Kind der besonderen Gegebenheiten bewusst sein. Wir haben Tipps und Hinweise zum Bewerbungsgespräch während der Corona-Pandemie, insbesondere dem Vorstellungsgespräch via Telefon- oder Video  zusammengestellt.

    Sie finden sie in unserem Blog-Beitrag aus 2020 - noch immer aktuell: 
    Vorstellungsgespräch in der Corona-Krise

    So punktet Ihr Kind bei seinen Bemühungen trotz Pandemie!

    Angebote nach Region

    Klicken Sie in die Karte für Angebote, die Sie und Ihr Kind bei der Anfertigung der Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch unterstützen.

    Erfurt Suhl Gera

    Was muss mein Kind zum Ausbildungsvertrag wissen?

    Glückwunsch, Ihr Kind hat eine Zusage für einen Ausbildungsplatz. Spätestens jetzt sollten wesentliche Dinge rund um den Ausbildungsvertrag bekannt sein. In einem weiterführenden Artikel finden Sie, was im Ausbildungsvertrag stehen muss und was nicht.

    Weiterlesen: Ausbildungsvertrag: Was muss rein und was ist nicht erlaubt?

    Ergänzend: Wichtiges zur Probezeit

    Jede Ausbildung beginnt mit einer Probezeit. Wie lange diese dauert, was in dieser Zeit besonders wichtig ist und wie Ihr Kind die ersten Monate erfolgreich besteht, erfahren Sie hier.

    Laut §20 des Berufsbildungsgesetzes muss die Probezeit mindestens einen Monat betragen und darf nicht länger als vier Monate gehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie verlängert oder auch verkürzt werden. Wie lange die Probezeit genau geht, wird im Berufsausbildungsvertrag vereinbart. Innerhalb dieser Zeit kann das Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist beendet werden. Daher gibt es innerhalb der Probezeit keine Kündigungsfrist. Erfolgt eine Kündigung, tritt diese auch sofort in Kraft. Dabei muss die Kündigung jedoch schriftlich vorliegen. Die Kündigungsmöglichkeit ist also in der Probezeit stark erleichtert – für beide Seiten.

    Trotzdem gilt das Maßregelungsverbot. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber nicht schon deshalb den Auszubildenden kündigen kann, weil dieser seine ihm zustehenden Rechte ausübt. Beispielsweise darf ein Auszubildender auf die Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes hinweisen ohne eine Kündigung zu befürchten.

    Die Probezeit beinhaltet alle Zeiten ab Inkrafttreten des Arbeitsverhältnisses, also ab dem Tag der Einstellung. Sie läuft auch bei einer Erkrankung, Urlaub oder einer Arbeitsbefreiung grundsätzlich weiter. Daher wird die Probezeit selbst bei längeren Fehlzeiten nicht automatische verlängert.

    Der Azubi und der Ausbildungsbetrieb verfolgen beide das gleiche Ziel: einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. Daher ist die erste Zeit ein gegenseitiges Testen. Innerhalb der Probezeit prüfen beide Seiten, ob sie das Ziel gemeinsam erreichen können. Während der Auszubildende seine Vorstellungen des Berufs und des gewählten Unternehmens probiert und hinterfragt, schaut der Betrieb, ob sich der Auszubildende für das Team und die bevorstehenden Aufgaben eignet. Stellt der Azubi oder der Ausbildungsbetrieb fest, dass sie nicht zusammen passen, kann das Ausbildungsverhältnis unkompliziert beendet werden.

    Während der Probezeit kann sich Ihr Kind also intensiv damit beschäftigen, ob die Stelle  und der Ausbildungsberuf wirklich zu ihm passen.

    Im Fall einer 4-monatigen Probezeit endet diese im vierten Monat am Ende des Tages, der dem Anfangstag der Frist vorangeht. Klingt erst mal kompliziert, wird aber am Beispiel schnell klar.

    Beispiel Probezeitberechnung: Beginnt das Arbeitsverhältnis am Freitag, 14.01.2022, dann endet die Probezeit am Freitag, 13.05.2022. Startet das Arbeitsverhältnis am Freitag, 01.04.2022, dann endet die viermonatige Probezeit am Montag, 31.08.2022.

    Eine Ausnahme bezüglich der Probezeit stellt der öffentliche Dienst dar. Hier gilt für Auszubildende der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD). Für eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beträgt die Probezeit beispielsweise 3 Monate.

    Verlängerung der Probezeit

    Ist Ihr Kind jedoch mindestens 1/3 der Zeit nicht im Ausbildungsbetrieb, kann die Probezeit verlängert werden. Dies gilt auch bei gesundheitlichen Gründen. Beträgt die Probezeit beispielsweise 3 Monate und Ihr Kind ist in dieser Zeit 4 Wochen krank, kann die Probezeit um diese 4 Wochen verlängert werden.

    Hinweis: Der Ausbildungsbetrieb kann die Probezeit nur bis maximal 4 Monate verlängern. Außerdem muss die Verlängerung im Vorfeld vereinbart werden: entweder bereits im Ausbildungsvertrag oder durch eine spätere Absprache.

    Verkürzung der Probezeit

    Wenn Ihr Kind bereits vor Ausbildungsbeginn einige Zeit im Unternehmen gearbeitet hat, kann die Probezeit verkürzt werden. Ein Praktikum eignet sich hierfür. Jedoch nur, wenn Ihr Kind als Praktikant gleiche oder ähnliche Tätigkeiten wie in der Ausbildung übernommen hat. Da es keine einheitliche gesetzliche Regelung für solche Fälle gibt, sollte Ihr Kind eine mögliche Verkürzung direkt mit seinem Chef besprechen.

    Bei schwangeren Auszubildenden gilt auch während der Probezeit ein besonderer Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz. Sie dürfen nicht gekündigt werden. Die Bedingung hierfür ist die Kenntnis des Arbeitgebers: Die Auszubildende muss ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren. Hierfür hat die Auszubildende bis zu zwei Wochen nach erfolgter Kündigung Zeit. Solange greift der Kündigungsschutz.

    Ein besonderer Kündigungsschutz während der Probezeit gilt auch für Schwerbehinderte oder Mitglieder der betrieblichen Jugendvertretung.

    In der Ausbildung angekommen

    So findet sich Ihr Kind gut in der Firma ein

    Damit die Probezeit in der Ausbildung erfolgreich endet, kann Ihr Kind diese Dinge beherzigen:

    • Ein höflicher Umgang mit den Kollegen und dem Chef: Ihr Kind sollte darauf warten, bis es das Du angeboten bekommt – bis dahin gilt das höfliche Sie. Lästereien sind natürlich tabu.
    • Nachfragen & Mitschreiben: Ihr Kind kann noch nicht alles wissen. Daher sollte es nachfragen und am besten mitschreiben, um das Erlernte zu festigen.
    • Dresscode: Falls im Vorfeld des Ausbildungsstarts nichts zum Kleidungsstil gesagt wurde, sollte sich Ihr Kind an den Kollegen orientieren. Generell gilt: Von kurzen Röcken, tiefen Dekolletees oder zerschlissener Kleidung ist abzuraten.
    • Pünktlichkeit: Ihr Kind muss pünktlich sein. Also lieber 5 Minuten eher im Ausbildungsbetrieb sein, damit der Arbeitstag stressfrei beginnt.
    • Überstunden: Auszubildende sollten eigentlich keine Überstunden machen. Wenn Ihr Kind jedoch jeden Tag Punkt 16 Uhr den Stift fallen lässt, kann dies bei den Kollegen für Unmut sorgen. Eine gute Alternative wäre, den Ausbilder zum Feierabend zu fragen, ob noch dringende Aufgaben anstehen. Dies zeigt Einsatzbereitschaft. Hat Ihr Kind Überstunden geleistet, kann es  den Ausbilder fragen, wann diese ausglichen werden können. Keinesfalls darf der Azubi selbständig eher gehen oder später kommen.
    • Urlaub: Wann es den ersten Urlaub gibt, sollte nicht Thema zum Beginn der Ausbildung sein. Häufig wird innerhalb der Probezeit gar kein Urlaub gewährt. Sollte Ihr Kind jedoch für einen dringenden Termin einen oder mehrere Urlaubstage benötigen, sollte es seinen Ausbilder höflich bitten und nicht fordern.
    • Krankheit: Ist Ihr Kind krank, muss es natürlich zuhause bleiben. Im Krankheitsfall sollte Ihr Kind abklären, ab wie vielen Fehltagen ein Krankenschein notwendig ist und bei wem er eingereicht werden soll. Wichtig ist in diesem Fall, den Ausbildungsbetrieb schnellstmöglich zu informieren. Am besten ist es, bereits vor dem Arztbesuch im Unternehmen anzurufen. Dann kann Ihr Kind mitteilen, dass es zum Arzt geht und sich mit den weiteren Schritten später noch einmal melden wird.

    Wenn etwas nicht passt: Das Gespräch mit dem Ausbilder oder der IHK

    Eine Ausbildung zu starten, ist ein großer Schritt. Viele neue Eindrücke wirken auf Ihr Kind ein und es muss erst seine Position finden. Dieser Prozess verläuft nicht immer ohne Konflikte. Umso wichtiger ist es, Probleme klar anzusprechen. Oftmals hilft es, die Position des anderen einzunehmen und seine Erwartungen abzufragen. Denn in vielen Fällen reicht ein ungeklärtes Missverständnis aus, um die Fronten zu verhärten.

    Da hilft nur ein aktives Eingreifen. Ermutigen Sie Ihr Kind, Konflikte offen anzusprechen-am besten im Rahmen eines persönlichen Gesprächs. Hierauf sollte Ihr Kind gut vorbereitet sein. Anhand eines „Spickzettels“ hat Ihr Kind stets die einzelnen Punkte, die es ansprechen wollte, vor Augen und kann mithilfe dieser Gedankenstütze seine Argumentation ausbauen. Hilfreich sind deeskalierende Formulierungen: Anschuldigungen wären bei diesem Gespräch kontraproduktiv. Vielmehr sollte Ihr Kind sein Problem aus seiner Sicht schildern: „Ich fühle mich...“, „Ich habe ein Problem damit...“ Gleichzeitig sollte es bereits Wünsche für eine Lösung formulieren: „Ich schlage vor, dass...“, „Es würde mir helfen, wenn...“ Durch diese lösungsorientierte Kommunikationshaltung zeigt Ihr Kind seine Bereitschaft zur Veränderung.

    Führt das Gespräch im Ausbildungsunternehmen nicht zum erhofften Ergebnis, können Sie sich mit Ihrem Kind an die IHK wenden. Der persönliche Ansprechpartner hilft auch bei Konflikten.

    Zum Weiterlesen

    Folgende Blog-Beiträge könnten Sie auch interessieren

    5 Tipps für den Ausbildungsstart
    Rechte & Pflichten als Azubi
    Ausbildung mit Behinderung

    Konkrete Hilfe für Sie vor Ort

    Finden Sie Angebote und Veranstaltungen in Ihrer Region sowie Ihren persönlichen Ansprechpartner zu allen Fragen der Ausbildung und Weiterbildung. Die drei Thüringer Industrie- und Handelskammern IHK Südthüringen, IHK Erfurt und IHK Ostthüringen unterstützen Sie und Ihr Kind von der Berufswahl bis zum Finden eines Ausbildungsplatzes.


    Veranstaltungen

    zur Ausbildung in Thüringen

    Informationen über Berufsbilder aus Handwerk, Industrie, Gesundheitswesen, Verwaltung und Dienstleistungsbranche sowie weitere mögliche Bildungswege

    weitere Information

    Unternehmen und Institutionen der Region Erfurt bieten Ausbildungs- und Praktikumsplätze an.

    weitere Information

    Aktuelles

    rund um Ausbildungen und Berufe

    05.05.2022

    Das Schülerpraktikum ist ein fester Bestandteil der schulischen Berufsorientierung. Und damit ist es ein wichtiger Schritt zur Berufswahl, der auch…

    Weiterlesen
    28.04.2022

    Heute ist es wieder soweit: Zum 21. Girls’Day öffnen Unternehmen für Mädchen ihre Türen und erhöhen damit die Chancen, dass künftig mehr Frauen in…

    Weiterlesen
    08.04.2022

    Frühling heißt Aufbruch – und das gilt auch für die Berufsorientierung. Der Beginn des Ausbildungsjahres 2022 liegt nicht mehr fern, dennoch haben…

    Weiterlesen