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    Der Berufung folgen und über sich hinauswachsen

    Julia folgt dem Wunsch, beruflich etwas mit ihren Händen zu schaffen. Sie ist bereits im vierten Ausbildungsjahr und behauptet sich als angehende Werkzeugmechanikerin in einer Männerdomäne. Mit uns sprach sie über ihre Erfahrungen rund um Ausbildung & Co. und plädiert dafür, offen für geschlechtsuntypische Berufe zu sein: Denn im Betrieb selbst spiele es überhaupt keine Rolle, dass sie das einzige Mädchen unter 27 Lehrlingen ist. Ihre Mutter Birgit unterstützt die Ausbildungswahl ihrer Tochter, auch wenn sie dadurch auf eine Nachfolgerin im Familienunternehmen verzichten muss.

    Seiner Berufung folgen

    Schon in der siebten Klasse stand für Julia fest: „Für mich ist eine Ausbildung mehr wert, als wenn ich jetzt noch zwei Jahre Schule hintendran hänge.“ Denn sie wollte gleich nach ihrem Abschluss selbständig sein. Während der Schulpraktika schnupperte sie in verschiedene Berufe rein. Doch schnell war klar, „das ist alles nicht das Richtige“. Julia wollte mit ihren Händen arbeiten. Die Inspiration zur Metalltechnik gaben schließlich die Großeltern. Dem Vorbild ihres Opas folgend, machte die 19-Jährige in dessen ehemaligem Betrieb ein Praktikum und fand hier ihre Berufung.

    Entgegen belächelnder Äußerungen, sie schaffe das als Mädchen sowieso nicht, hat sie es allen gezeigt und steht nun kurz vor ihrer Abschlussprüfung. Auch Mutter Birgit war anfänglich skeptisch: „Das ist eine Männerdomäne – ob sie da jemandem etwas beweisen will? Aber eigentlich hat sie alles richtig gemacht. Es war ihr Wunsch und sie steht dort ihren Mann.“ Nun ist Birgit stolz, dass sich ihre Tochter mit ihrem Berufswunsch durchgesetzt hat.

    Das eigene Talent finden

    Obwohl sich die Eltern gewünscht hätten, dass Julia den Familienbetrieb im Elektrobereich übernimmt, war ihnen die berufliche Erfüllung der Tochter wichtiger. Für Julia stand immer fest, „dass sie das nicht interessiert und das nicht ihr Ding ist“, erinnert sich Birgit. Das akzeptieren die Eltern und halten daran fest, dass man nur gut sein kann, wenn man nicht zu einem Beruf gezwungen wird, sondern sich bewusst für diesen entscheidet. Daher rät Birgit den Eltern künftiger Auszubildenden: „Ich kann nur alle Eltern motivieren, genau hinzuschauen: Was liegt meinem Kind? Was macht es gerne? Wo sind seine Interessen? Eine Prestigefrage sollte man komplett ablegen. Das bringt einfach nichts.“

    Sich Wünsche erfüllen

    Ein Grund für Julias Entscheidung zugunsten einer Ausbildung war der Wunsch nach Selbständigkeit. Besonders über das erste Ausbildungsgehalt freute sich die Werkzeugmechanikerin und erinnert sich schmunzelnd: „Das hat sich schon gut angefühlt, dass du Geld dafür bekommen hast, dass du lernst.“ Mit der Lehrlingsvergütung hat sich Julia ein neues Lebensgefühl und Freiheiten erarbeitet – zunächst mit dem Führerschein, dann mit dem ersten eigenen Auto, mit dem sie jetzt auch allein zum Ausbildungsbetrieb fährt.

    Bei der Unternehmenswahl für ihre Ausbildung spielte Julias Wunsch nach Sicherheit eine große Rolle. Um ihre Zukunft abzusichern, wählte sie ein exportstarkes, international aufgestelltes Unternehmen. Mutig schickte sie nur eine Bewerbung ab und überzeugte ihr Ausbildungsunternehmen auf Anhieb. Außerdem wollte sie in ihrer Heimat bleiben, denn „Thüringen ist schön!“ erklärt die 19-Jährige ihren Entschluss. Auch Mutter Birgit ist froh, dass ihre Tochter in der Region bleibt und fügt abschließend stolz hinzu: „Ich ziehe den Hut, dass sie diesen Beruf gewählt hat.“



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